12.2.2019. Was passiert, wenn ein Zug der Matterhorn Gotthard Bahn auf dem Oberalppass (2044 M.ü.M) verunfallt? Dieses Szenario beschäftigt schon seit Jahren die Bahnbetreiber, aber auch alle Rettungsorganisationen. Damit die Bahn für einen Zwischenfall gerüstet ist, wurde im Rahmen der FinWehr (Rettungskonzept Bahn) ein Rettungskonzept ausgearbeitet. Die Herausforderung: mehrere Blaulichtorganisationen zweier Kantone - Graubünden und Uri - sind gefordert. 

Spät am Dienstagabend des 12. Februars übten Kantonspolizisten beider Kanrtone, die Sanitätsorganisationen Surselva und Uri und die Feuerwehren Andermatt und Sursassiala den Erstfall. Isgesamt mussten rund 30 Personen evaquiert werden, 5 davon mittelschwer bis schwer verletzt. Die eingesetzten Kräfte brauchten dazu fast eine Stunde, dies bei tiefen Minustemperaturen und in einem engen, dunklen Tunnel - eine sehr gute Leistung, wie am Ende der Übung zusammengefasst wurde. Mit der Übung konnte aufgezeigt werden, dass das Rettungssystem auf dem Oberalppass funktioniert. Natürlich wurden einige Schwachstellen entdeckt, die aber mit absehbarem Aufwand lösbar sind. 

Im Einsatz standen:

  • 35 Feuerwehrleute
  • 13 Polizisten
  • 15 Sanitäter
  • 3 Angestelle ISB
  • 15 Beobachter/Übungsleitung von Feuerwehr, Polizei und Sanität

Nebst Bahnunfällen übernehmen die oben genannten Organisationen auch Verkehrsunfälle auf dem Streckenabschnitt Disentis - Andermatt. Entsprechende Verträge zwischen den Kantonen regeln diese Aufgabe.

Fotos: MGB, FW Sursassiala (weitere Bilder folgen)